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Gnade und Wahrheit

 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.

Johannes 1:1-14 (Einheitsübersetzung)

Sowohl in Vers 14 als auch in Vers 17 betont Johannes dass in Jesus Gnade und Wahrheit sichtbar geworden ist. Warum war ihm das so wichtig?  Viele Menschen denen ich begegne ist nur eine Seite wichtig: Zum Beispiel die Wahrheit und die Gnade ist etwas unterbelichtet. Bei anderen ist es genau umgekehrt, sie betonen die Gnade, aber die Wahrheit fällt  unter den Tisch. In Jesus aber sehen wir beides. Dort wo er Menschen begegnet werden sie angezogen von seiner Gnade und gleichzeitig erkennen sie sich in einem neuen Licht, bekennen ihre Sünde und bringen ihr Leben in Ordnung (z.B. Zachäus; Petrus). Am deutlichsten wird dieses Gespann von Wahrheit und Gnade am Kreuz: Die Wahrheit ist: unsere Sünde ist so schlimm, dass die Konsequenz der Tod ist. Aber die Gnade Gottes so groß, dass Jesus diesen Tod für uns auf sich nimmt!


Inkarnation

“ Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“  (Johannes 1:14)

Was hier so kompliziert klingt heißt einfach:“Jesus wurde einer von uns! Gott nahm Fleisch und Blut an, er wurde müde, hungrig, traurig und nahm all die anderen Begrenzungen unseres Menschseins auf sich.

„Deshalb musste er uns, seinen Brüdern und Schwestern, auch in allem gleich sein. Dadurch konnte er ein barmherziger und zuverlässiger Hoherpriester für uns werden und sich selbst als Sühneopfer für unsere Sünden Gott darbringen.Denn weil er selbst gelitten hat und denselben Versuchungen ausgesetzt war wie wir Menschen, kann er uns in allen Versuchungen helfen.“ (Hebräerbrief  4:17-18)

Jesus, der von Ewigkeit her Gott war wurde Mensch: begrenzt, angreifbar! Er machte auch nicht nur einen Kurzbesuch, nicht mal eben eine Stippvisite: er wohnte unter uns. Er lebte mit den Jüngern zusammen, sie konnten ihn beobachten. Durchchecken. Was hat Johannes gesehen und erlebt im Zusammensein mit Jesus? Herrlichkeit!

Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, 1. Johannes 1:1-3

Was heißt das für mich? Gott bleibt nicht weit weg, er kommt mir nahe, er wagt es sich auf uns Menschen einzulassen. In meine Situation hineinzukommen. Angreifbar, fassbar zu werden. Ich kann ihn sehen, hören, erleben. Er lässt sich auf mich ein, wie kann ich mich da nicht auf ihn einlassen!


Gottes Kind werden

Die richtige Reaktion auf das Kommen von Jesus ist, ihn aufzunehmen, ihn willkommen zu heißen! Nicht nur ein kleines Gebet zu sprechen (obwohl es damit anfangen kann), sondern ihm Raum zu geben, ihn einziehen zu lassen in jedes Zimmer unseres Lebenshauses, ihn zu empfangen als den, der er tatsächlich ist: der Sohn Gottes, der Herr, der König! Und auch als den Retter und Befreier.

Wer das tut, der bekommt das Recht, die Vollmacht, ein Kind Gottes zu sein. Eine neue Stellung, eine neue Identität. Wenn Jesus bei uns einzieht, fängt etwas Neues an. Wir werden neu geboren, er macht uns zu Gotteskindern. Ein Kind Gottes wird man nicht, weil das richtige Blut in unseren Adern fließt, oder wir Beziehungen zu den entsprechenden Leuten haben, es geschieht auch nicht durch menschliche Anstrengung, oder wenn wir die richtigen Gebetsformeln kennen. Nur durch Jesus kannst du ein Kind Gottes werden, nur er macht dich dazu! Bist du schon ein Kind Gottes? Lies im Johannesevangelium Kapitel 1 die Verse 11-13 dazu.


Gott redet

Ich möchte heute mit einer Reihe zum Johannesevangelium beginnen. Es handelt sich um keine tief schürfende Exegese (die auch wichtig und notwendig ist) und keine Vers für Vers Betrachtung. Ich möchte einfach nur Gedankenanstöße weitergeben die mir beim Lesen gekommen sind. Ab heute jeden Montag!

Gott will sich uns mitteilen, er will kommunizieren und uns ansprechen.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Johannes 1:1

Das erste was wir von Gott in der Bibel lesen ist: dass er sprach. In das Nichts hinein, in das Chaos hinein und so entstand die Erde.

Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da. Psalm 33:9

Nur den Menschen, den machte er anders (nachzulesen in Genesis 1:26 – 2:7). Er formte ihn aus Erde, er blies ihm seinen Lebensatem ein und so wurde der Mensch lebendig. Er wurde im Ebenbild Gottes erschaffen. Daher hat der Mensch auch die Möglichkeit sich zu entscheiden, zu wählen. Auf das Wort, das Gott spricht zu reagieren, es abzulehnen oder anzunehmen.

Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Johannes 1:11

Gott redete von Anfang an. Er hat nicht aufgehört zu reden. Was sagt er heute zu dir? Und wie reagierst du darauf?