Reinalds Ramblings

28. Januar 2008

Interview

Gespeichert unter: Gemeinde, Gesellschaft — reinald @ 18:20

Ich habe schon immer gerne Leute ausgefragt und sie „interviewt“! Und so dachte ich mir, das wäre auch für „Reinalds Ramblings“ mal eine gute Idee. Wichtig war mir dabei einerseits jemanden zu finden, den es sich lohnt zu interviewen (ja da gibt es natürlich noch einige Leute), zugleich muss die Person aber auch bereit sein sich interviewen zu lassen, bzw. dazu dass die Antworten veröffentlicht werden! Mathilde Runck ist Pastorin der Cornerstone Gemeinde in Linz. Ich habe sie gebeten mir einige Fragen zu sich persönlich und zu ihrem Dienst und zu ihrer Position zu beantworten.

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RR: Kannst Du etwas Spezifisches zu Cornerstone sagen, was ist das besondere Kennzeichen der Gemeinde?

Wenn du zu uns kommst, fällt dir wahrscheinlich sofort der Lärmpegel auf: es wird geredet und gelacht. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gibt es was zu essen – das tun wir nämlich sehr gern. Und es geht sehr ungezwungen zu; aber nicht chaotisch.

Arbeitstechnisch liegt unser Schwerpunkt auf Mitarbeiter- und Leiterentwicklung. Uns liegt mündiges und gesundes Christsein sehr am Herzen.

RR: Cornerstone gehört ja zur Foursquare Bewegung. Kannst Du in ganz kurzen Worten sagen was das ist?

Foursquare ist eine Gemeindegründungsbewegung mit pfingstlichen Wurzeln und ausgewogener Theologie. Es gibt keine einseitigen Betonungen in der Lehre. Wir sehen uns als ein Teil des weltweiten Leibes Christi, zu dem wir gute Beziehungen haben (möchten). Das Besondere an Foursquare: Frauen in Leitungspositionen.

RR: Erzähl mir doch bitte zunächst etwas zu deiner Person:

Ich bin 1967 geboren, wurde mit 14 Jahren erklärte Nachfolgerin Jesu und getauft. Seit 1988 bin ich mit Joachim verheiratet. Wir haben 3 aufgeweckte Kinder im Teenageralter.

2 Bilder beschreiben mich gut: Einerseits bin ich ein sehr mütterlicher Typ, wenn mich jemand braucht (allerdings zeitlich begrenzt). Andererseits bin ich eine Kämpferin, die stets vorwärts strebt. Klingt sehr divergierend, passt aber gut zusammen. Sonst würde mich meine Umgebung vielleicht nicht so gut aushalten.

RR: Wolltest Du schon immer Pastorin werden?

Kurz und knackig: JA! Aber ich dachte immer als Frau eines Pastors. Ich wusste lange nicht, dass es möglich ist, als Frau eine Pastorin zu sein. Aber schon als 5jährige ging ich an der Hand des Pastors Leute begrüßen und beobachtete sein Tun und Reden.

RR: Frauen werden Qualifikationen wie Empathie, Kommunikationsstärke und Motivationsfähigkeit zugeschrieben. Fähigkeiten, von denen auch im Management von Firmen gesagt wird dass sie in Zukunft benötigt werden, um erfolgreich tätig zu sein. In wie weit trifft das auch auf Gemeindearbeit zu?

Hm, ich würde sagen, dass man diese Qualifikationen immer braucht, wenn man mit Menschen zu tun hat. Also auch und gerade in der Gemeinde.

RR: Führen Männer und Frauen tatsächlich gleich? Gibt es einen weiblichen Führungsstil?

Nein, ich glaube Männer und Frauen leiten sehr unterschiedlich. Frauen gehen anders an die Sache heran, was sich unweigerlich auf das Wie der Leitung auswirkt.

Idealerweise leitet ein Paar gemeinsam, dabei ergänzen sie sich nämlich prächtig – wie mein Mann und ich.

RR: Wie gehst Du mit Argumenten um, die sagen, dass Leitung von Frauen der Bibel widerspricht?

Jedem sein Bibelverständnis! Ich lasse es stehen und verteidige mich nicht (das besorgen in der Regel einige (allerdings wenige) Pastorenkollegen). Jesus wird dereinst klären, warum er mir und anderen Frauen die Gabe der Leitung gegeben hat.

Ich weiß, dass ich für manche ein lebender Affront bin, aber ich habe gelernt, es nicht persönlich zu nehmen. Mir ist wichtiger, dass ich Jesus gehorche, als mich vor Menschen zu fürchten.

RR: Was macht Dir am meisten Freude in Deiner Leitungsaufgabe? Den größten Ärger?

Freude: zu sehen, wie Menschen wachsen – in ihrer Beziehung zu Jesus, in ihrer Beziehung zu sich selbst und anderen Menschen, in ihrem Potenzial zu dienen; zu sehen, wie Menschen reif werden und ihren Glauben leben können; zu sehen, wie Menschen gesund werden – körperlich, seelisch und geistlich.

Ärger? …da muss ich lange nachdenken … vielleicht, wenn jemand aus Trägheit oder Selbstgefälligkeit in der Entwicklung stehen bleibt, nicht mehr wachsen will?…

RR: Welche Menschen hatten in Deiner Geschichte als Nachfolgerin von Jesus und Deinem Dienst den größten Einfluss und warum?

Eindeutige Antwort: PASTOREN! (männlich!:-))

Ich wurde schon in jungen Jahren als Mitarbeiterin gefördert und ernst genommen, in meinen Gaben geschult und herausgefordert, ermutigt mich weiterzuentwickeln. Ihnen verdanke ich viel. Sie haben mich nie zurückgewiesen, wenn ich von ihnen lernen wollte.

Rick Joyner: Durch seine Predigten und Bücher habe ich zutiefst begriffen, dass Hingabe bis zum Tod geht. Sich selbst um Jesu Willen aufgeben.

Mein Mann: ohne ihn wäre diese Aufgabe viel schwerer zu tragen – er ist meine Rückendeckung und mein Spiegel, meine Ergänzung in vielerlei Hinsicht. Er ist „Liebe mit Haut“ für mich.

RR: Gibt es Bücher die dich geprägt oder verändert haben?

Fast alle Bücher vor Rick Joyner: Von ihm habe ich auch gelernt, auf Jesu Stimme zu achten, das Prophetische nicht gering zu achten.

Bücher von Häselbarths und Charles Kraft über körperliche Heilung und Innere Heilung.

Ich habe fast alles aus Büchern gelernt, weil es so wenig Menschen gab, die das angewandt haben, was wir von Jesus überliefert bekamen: Auf Gottes Stimme hören lernen und für Kranke beten, damit sie gesund werden.

RR: Was sind momentan deine größten Herausforderungen?

Die Spannung auszuhalten zwischen dem, was möglich ist und noch kommen wird, und dem Es-ist-noch-nicht. Mit dem nicht sehr großen Maß an göttlicher Autorität zu leben und zu wissen, dass mehr möglich wäre. Und dabei nicht ungeduldig zu werden. …alles hat seine Zeit …

RR: Wo siehst du dich selbst und Cornerstone in 10 Jahren?

Keine Ahnung – das weiß nur der Heilige Geist.

Im Ernst, ich tu mir schwer mit planen. Mein Ziel ist, dem Heiligen Geist zu folgen, wohin er geht, ihn nicht zu verpassen, sondern noch mehr im Gehorsam aus Liebe zu wachsen – ich persönlich, jeder einzelne, und wir als Gemeinde. Der Rest ergibt sich aus dem Zusammenwirken von uns und dem Heiligen Geist.

RR: Ganz herzlichen Dank für dieses Interview und den Einblick in dein Leben und deinen Dienst!

21. Januar 2008

Das Wort zum Montag

Gespeichert unter: Allgemeines, Kluge Sprüche, Wort zum Montag — reinald @ 21:57

„Es kommt nicht auf den Kritiker an. Nicht der Mann ist wichtig, der das Straucheln des Starken analysiert oder der dem Tatkräftigen nachweist, wie er noch besser hätte handeln können. Der Ruhm gebührt dem Mann in der Arena, desssen Gesicht von Staub, Schweiß und Blut gezeichnet ist, der tapfer ringt…der die Begeisterungsfähigkeit kennt, die restlose Hingabe, der sein Leben einer großen Sache widmet. Nur er kann ermessen, welcher Triumph ihn im besten Fall erwartet. Er weiß aber auch, dass er im Fall des Scheiterns wenigstens in Ehren scheitert und dass er nie in einem Atemzug mit jenen Teilnahmslosen und Kleinmütigen genannt werden wird, die niemals Sieg oder Niederlage gekostet haben.“

Theodore Roosevelt (zitiert in „Der ungezähmte Mann“)

17. Januar 2008

Eine Revolution

Gespeichert unter: Gemeinde, Gesellschaft, Spirtualität, Theologie — reinald @ 18:47

könnte der Bibelvers auslösen, den ich heute gelesen habe:

„Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung“ 1. Timotheus 2:8

  • Die Männer sollen beten! Na prima! In den meisten christlichen Gemeinden die ich kenne (und ich kenne eine ganze Menge) machen die Frauen die Mehrzahl der Beter aus. Öffentlich und auch im persönlichen Gebetsleben. Die Männer diskutieren lieber über Vers 9 – 15!
  • An allen Orten! Gerade habe ich entdeckt, dass das in den meisten modernen Übersetzungen ausgemerzt wurde. Da soll in Gottesdiensten, Gemeinden und Zusammenkünften gebetet werden. Es mag auch durchaus dem Sinn des ganzen Abschnittes entsprechen, aber hey wenn die Männer an allen Orten beten würden? Am Arbeitsplatz, in ihrer Familie, bei Treffen mit Freunden, beim Sport usw.
  • Indem sie heilige Hände aufheben! Naja, ich glaube das mit dem Hände heben ist vielleicht nicht überall eine gute Idee. Wichtiger glaube ich ist die Heiligkeit der Hände. Und Paulus nennt auch gleich zwei Dinge, die meiner Beobachtung nach sehr spezifisch Männer betreffen (oder irre ich mich?) und die nicht heilig sind! Zorn und Zweifel! Ich kann mich an sehr zornige Gebete von mir erinnern und an sehr von Zweifel geprägte. Ich glaube zwar das Gott das aushält aber ich denke wie jeder Vater wünscht er sich eine Beziehung die von Liebe und Vertrauen geprägt ist.

Also: Bist du ein Mann! Fangen wir an zu beten! Das wird eine Revolution auslösen. Keine die von Gewalt und Hass geprägt ist sondern eine deren Kennzeichen, Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Sanftmut,Freundlichkeit und Besonnenheit sind!

15. Januar 2008

Kennt irgend jemand Jesus?

Gespeichert unter: Allgemeines, Fundstücke, Gemeinde — reinald @ 21:13

Jesus lebt :-)

Dieses Video habe ich bei Don Ralfo gefunden! Finde ich super! Es zeigt, dass Gott Menschen zu sich zieht und andere die ihm gehören gebraucht. Was für ein Zusammenspiel! Wen werde ich morgen treffen, den Gott vorbereitet hat? Bin schon gespannt!

14. Januar 2008

Wieder da

Gespeichert unter: Allgemeines, Bloggen — reinald @ 18:39

Da bin ich wieder, wie vorgenommen mit einem Winterbild als Header. Obwohl nicht wirklich Schnee bei uns liegt. Aber morgen wieder etwas mehr!

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