Reinalds Ramblings

17. Oktober 2007

Erschreckende Nachrichten

Gespeichert unter: Gesellschaft — Schlagworte: , — reinald @ 22:27

Kinderhandel in Österreich ist unterschätztes Problem

Weltweit werden nach Schätzungen von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, jährlich 1,2 Millionen Kinder zu Opfern von Kinderhandel. Auch Österreich ist von diesem Problem betroffen.

Keine Daten zu Kinderhandel in Österreich

Das Fehlen von wissenschaftlichen Grunddaten zu gehandelten Kindern, die in Österreich identifiziert und betreut wurden bzw. werden, hat zur Folge, dass man über Ausmaß sowie Formen des Kinderhandels in Österreich nur spekulieren kann. Dokumentierte Zahlen gibt es lediglich in Wien, und diese sind erschreckend: seit 2004 hat es allein in Wien über 1.300 Aufgriffe gegeben – Kinder, die meist aus osteuropäischen Ländern wie Bulgarien und Rumänien zum Stehlen, Betteln oder sogar zur Prostitution nach Österreich gehandelt werden. Und diese Zahlen stellen nur die Spitze des Eisbergs dar, denn Kinderhandel findet zumeist im Verborgenen statt. Den ganzen Artikel bei Unicef lesen.
Die Österreicher sind schneller als die Deutschen. Nein nicht beim Fußball, auch wenn die heutigen Ergebnisse das vermuten ließen. Nein bei den Online-Untersuchungen. So berichtet der ORF:

SPÖ und ÖVP zufrieden
Experten begrüßen notwendigen richterlichen Beschluss – trotzdem bleiben Zweifel.Die Online-Fahndung, auf die sich SPÖ und ÖVP am Mittwoch im Ministerrat grundsätzlich geeinigt haben, eröffnet laut Innenminister Günther Platter (ÖVP) gänzlich neue Möglichkeiten. Ganzen Artikel lesen.

Ein positives Projekt

Gespeichert unter: Bücher, Gesellschaft — Schlagworte: , , , — reinald @ 22:09

Durch verschiedene Umstände habe ich ein Buch in die Hand bekommen, dass von Schülern einer Hauptschule in Linz geschrieben wurde. Das Buch heißt „Gedankenflitzer“ und in Anlehnung an den Namen ihrer Schule nennen sich die Autoren „Zeppelinis“. Bemerkenswert, ist dabei nicht nur, dass die Schüler das Buch gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin verfasst haben, sondern, dass nur drei davon waschechte Österreicher sind, bei zwei weiteren wird zuhause zwar überwiegend deutsch gesprochen bei allen anderen aber dominiert in der Familie die Sprache des Herkunftslandes: arabisch, dari, bosnisch, türkisch, kroatisch, rumänisch, und philippinisch. Drei Dinge sind es die mich an diesem Projekt begeistern:

  • Die Tatsache, dass hier etwas gewagt wurde und nicht als erstes, nach Gründen gefragt wurde, warum so etwas eigentlich nicht möglich ist!
  • Diese Art des Lernens, bei der die Schüler sich selbst einbringen und ein „echtes“ Ziel verfolgen können!
  • Der Inhalt des Buches, der zeigt welches Potenzial Kinder zum Schreiben haben und auch viele der Geschichten, die Hintergrund und Kultur der Kinder deutlich machen.

Ich wünsche diesem Projekt viele Nachahmer! Ach ja, das Buch ist hier erschienen und wird hier von der Schulklasse vorgestellt!

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