Meine (frühere) Unregelmäßigkeit beim Bloggen hing sehr viel mit Struktur zusammen. Mit meinem Tagesablauf, dem Planen von Dingen und ihrer Gewichtung. Das fiel mir durch meine sehr unterschiedlichen Tätigkeiten und Interessen oft schwer. Doch dazu gibt es ja nun Webseiten ohne Zahl zum Beispiel Zenhabits, blueprints, selbstmanagen.de oder imgriff. Diese Seiten sind natürlich wie alles im Leben nur dann hilfreich wenn man die dort gegebenen Tipps und Methoden auch anwendet. Oft hat bei mir dann, bei Dingen, die ich nicht für so wichtig hielt, der innere Schweinehund gesiegt. Auch im geistlichen Leben geht es nicht ohne Disziplin (zumindest für mich). Und so hilft mir bei meiner persönlichen Zeit mit Gott ein Modell an das ich mich halte. Ich nenne es den „Tabdaweg“. Soviel ich weiß ist es ursprünglich aus einem Buch von Bill Hybels und ich habe es ein bisschen umgemodelt und für mich angepasst. Die Gebete und Gedanken dieser Zeit schreibe ich in ein Tagebuch ( ja auf Papier, mit Tinte!).
T wie Tagebuch. Ich fange an mit einer kleinen Zusammenfassung des letzten Tages. Einerseits um mir selbst Rechenschaft abzulegen, was habe ich getan, wie liefen die Dinge, die ich getan habe usw. und zum anderen als Gedächtnisstütze, weil ich gemerkt habe, das ich manchmal schon ein paar Tage später die Dinge vergessen habe. Und nicht mehr weiß, was z. B. letzten Dienstag war, geschweige denn letzten Sommer!
A wie Anbetung. Hier nehme ich mir Zeit Gott anzubeten. Ihm Komplimente zu machen, für die Eigenschaften, die ich an ihm schätze. Manchmal bete ich einen Psalm oder in Sprachen.
B wie Bekenntnis oder Beichte. Ich bekenne Gott die Dinge die falsch gelaufen sind, wo ich ihn oder Menschen beleidigt oder verletzt habe. Ich notiere mir hier auch wo ich Dinge in Ordnung bringen muss , etwa Namen von Menschen, die ich um Vergebung bitten sollte.
DA wie Danken. Ich schreib hier all die Dinge auf für die ich Gott danke. Das reicht von ganz praktischen Dingen wie Bewahrung bei einer Autofahrt oder finanzielles Durchtragen bis hin zu zu vielen geistlichen Wahrheiten: seine Vergebung, seine Liebe, seine Kraft usw.
WE wie Wort und Erkenntnis. Jetzt lese ich in der Bibel und notiere mir die Gedanken und Eindrücke, die mir beim Lesen kommen. Wie ich das mache ist ein eigener Beitrag. Nur so viel: ich lese meist ein Buch des AT und danach des NT fortlaufend Abschnitts- oder Kapitelweise durch.
G am Schluss notiere ich noch die Gebetsanliegen, die mir in dieser Zeit eingefallen sind und bete sie dann meist im Raum umhergehend durch.
Wie lange dauert denn das fragst du dich jetzt vielleicht. Das kommt drauf an. Und das Gute an einer Struktur ist ja, dass sie einem flexibel macht. Manchmal ist ein Teil länger, manchmal ein anderer. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass ich dadurch konzentrierter sein kann und es kommt mir tatsächlich vor, wie ein Weg, den ich entlangwandere.